Waffeleisen

Kaufberatung für gute Waffeleisen


Ein neues Waffeleisen kaufen

Ein Waffeleisen ist ein Küchengerät, mit dem man Waffeln, Oblaten, Hippen und ähnliches Gebäck herstellen kann. Weitere Bezeichnungen sind Hörncheneisen, Klemmeisen und (Eiser-)Kucheneisen. Bei Hostieneisen zur Herstellung von Hostien handelt es sich ebenfalls um Waffeleisen.

Herkunft und erstmaliger Gebrauch von Waffeleisen sind nicht vollständig erforscht. Im 12. und 13. Jahrhundert waren sie in Frankreich verbreitet (gaufrier), um 1300 in den Niederlanden, ab dem 14. Jahrhundert sind sie in ganz West- und Mitteleuropa nachweisbar. Auch in Österreich, in der Schweiz und in Italien kommen sehr schön gezeichnete Eisen vor. Vorformen werden in Schweden und Norwegen gesehen, wo man in Frauengräbern aus der Wikingerzeit Backeisen mit runden Platten aus dem siebten bis zehnten Jahrhundert gefunden hat, die noch keine Verzierungen aufwiesen. Im 9. Jahrhundert ist ein Waffeleisen ([ferrum] oblatorium) in der Normandie erwähnt, das möglicherweise zum Backen von Hostien diente. Die Entwicklung solcher Eisen lief, so die Vermutung des Volkskundlers Ernst Thiele, im kirchlichen und nicht-kirchlichen Bereich parallel.
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Waffeleisen bestehen aus zwei Eisenplatten. Die Außenseite ist glatt, die Innenseite trägt ein durchstrukturiertes Waben- oder Dreiecksmuster, eine Inschrift oder Bildmotive, als Negativmatrize für die künftige Waffelform. Es werden immer zwei Eisen benötigt, ein Unterteil und ein darauf passendes Oberteil. In der Regel sind beide Teile zangenartig mit einem Scharnier miteinander verbunden und mit zwei Stäben als Griff ausgestattet. Beim Backen auf offenem Feuer waren lange Stiele erforderlich, um genügend Abstand vom Feuer zu halten.[5] Die Waffeleisen wurden seit dem Mittelalter einzeln von Hand geschmiedet. Mit der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden sie mancherorts auch in einem Gesenk geschmiedet, später oft seriell aus Gusseisen ohne besonderen individuellen Schmuck gefertigt. Die Firma „Schnitzler und Kirschbaum (Werkzeuge und Kleineisenwaren)“ in Solingen bot 1830 an geschmiedeten, gravierten Waffeleisen an: „Rechteckige Platten mit weiter quadratischer Waffelung; Herzförmige Platten mit rautenförmiger Waffelung; Runde Platten mit enger quadratischer Waffelung und einem Randornament aus Halbkreisen und Dreiecken“. Ernst Thiele traf in den 1930er−Jahren im Fläming und in Ostfriesland noch Schmiede an, die zumindest gelegentlich handgeschmiedete Waffeleisen herstellten.

Seit dem 15. Jahrhundert wurden in Frankreich die ursprünglich nur runden Platten auch in rechteckiger Form hergestellt. Diese Praxis breitete sich von den Niederlanden bis ins Brandenburgische aus. Andere Regionen (Süddeutschland, Österreich, Schweiz, Ostfriesland, Westfalen, Niedersachsen) hielten ganz oder überwiegend an den runden Eisen fest, in Skandinavien waren beide Formen anzutreffen. Im Jahre 1903 wurde dem aus Italien stammenden US-Amerikaner und Eisverkäufer Italo Marchiony ein Patent auf ein Waffeleisen zur Herstellung von Eiswaffeln erteilt. Der New Yorker gilt daher als der Erfinder des Eishörnchens. Moderne Waffeleisen werden elektrisch beheizt und sind mit einer Antihaftbeschichtung und mit einem Temperaturregler ausgestattet. Es gibt sie in runder und in rechteckiger Form. Lange Stiele sind jetzt nicht mehr erforderlich. Sandwichtoaster funktionieren nach demselben Prinzip wie Waffeleisen. Die Stromzufuhr geschah lange Zeit, wie bei anderen Heißgeräten, etwa dem Bügeleisen, über einen Gerätestecker, der als Waffeleisenstecker bezeichnet wurde, aus Sicherheitsgründen aber heute nicht mehr verwendet wird.

Top Waffeleisen 2019

Mit dem Aufkommen der Backeisen wurde es möglich, die üblichen flachen, runden Teigfladen für den Festgebrauch mit einfachen Mitteln durch den Backvorgang selber bildhaft zu schmücken. Vorher war die Behandlung des einzelnen Backlings durch hölzerne Backschaufeln oder Brotstempel notwendig. Gleichzeitig war es jetzt möglich, in kurzer Zeit größere Mengen des Gebäcks herzustellen. Ernst Thiele geht von einer Anwendung dieser Backmethode im kirchlichen wie im profanen Bereich aus, zum Backen von Hostien einerseits und von Jahres-, Hochzeits- oder Festkuchen andererseits.

Zur Anwendung der traditionellen Zangenwaffeleisen hat Ernst Thiele Rezepte aus dem 18. Jahrhundert zusammengetragen, so aus Nürnberg (1703), Itzehoe (1766) und Paris (1723 und 1750). Das Waffeleisen wurde zunächst beidseitig über dem Feuer erhitzt (zum Beispiel auf einem Dreifuß) und dann inwendig mit in ein Tuch gebundener Butter oder mit Speck gefettet. Darauf wurde ein Löffel voll Teig hineingegeben, und das Eisen wurde zunächst von der einen und dann von der anderen Seite auf den über dem Feuer stehenden Dreifuß gelegt, bis der gewünschte Backzustand erreicht war. Es durfte zunächst nur vorsichtig geschlossen werden („drucket es aber nicht alsobald gar zu“, Nürnberger Kochbuch), um ein Auslaufen des Teigs zu verhindern. Das Ablösen des fertigen Produkts konnte etwa mit einem Messer geschehen. Das Itzehoer Kochbuch weist darauf hin, dass zu große Hitze und Eile nicht ratsam seien und dass die fertigen „Wafel-Kuchen“ danach an das Feuer gestellt werden sollten, da sie sonst „weich und schwammigt“ würden, wenn man sie aufeinander stapele. Das Nürnberger Kochbuch gibt zudem Pflegeempfehlungen: Die Eisen sollten auf keinen Fall nass ausgespült oder gar gescheuert werden, sondern lediglich mit einem Tuch ausgewischt und dann so aufgestellt werden, dass die beiden Eisenblätter sich nicht berühren.

Bildliche Zeugnisse aus dem 15. bis 17. Jahrhundert zeigen einzelne Stadien dieses Backvorgangs, so von Hieronymus Bosch, Pieter Aertsen und Pieter Bruegel dem Älteren. In allen drei Fällen handelt es sich um rechteckige Eisen; Aertsen zeigt, wie mit einem Schöpflöffel Teig aus einem Gefäß entnommen wird, um ihn in das Eisen zu geben, bei Bruegel kann man ein Messer oder einen Schaber erkennen, mit dem offenbar herausgedrückte Teigreste entfernt werden. Mit diesen Waffeleisen sollen sehr unterschiedliche Teige verarbeitet worden sein, dünnflüssige ebenso wie fladenartig dickflüssige. Auch die Zusammensetzung variierte regional stark. Die Rede ist von schlichten Rezepten aus Gerstenmehl, Wasser und Salz, auch geriebene Möhren waren gelegentlich Bestandteile; andererseits gab es auch aufwändige Zubereitungen mit Eidottern, Sahne, Butter und Honig oder Zucker. Auch Zusätze verschiedener Gewürze wie Zimt, Safran, Kardamom oder Anis sind bezeugt. Für die Verwendung direkt über dem Herdfeuer gab es runde Waffeleisen, die sich mit Handgriffen in die Öffnung der gusseisernen Herdplatte einsetzen und um ihre horizontale Achse drehen ließen. Mittels Herdringen in verschiedenen Größen konnte man die Öffnung über der Feuerstelle je nach Bedarf verändern, für Waffeleisen, Töpfe oder Kessel. Für letztere Form gibt es auch die Bezeichnungen „Waffelpfanne“ und „Dreheisen“.
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